Über das Stück

Seit den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts wird Dario Fo nicht nur in Italien als einer der größten europäischen Komiker gefeiert. Gemeinsam mit seiner - 2013 verstorbenen - Partnerin Franca Rame sprach er ein Millionenpublikum an. Das staatliche italienische Fernsehen hatte seine beißenden Satiren 15 Jahre lang boykottiert, bevor es 1977 kapitulieren musste und in 14 Aufzeichnungen Dario Fo und seine Mailänder Company „Piccolo Teatro“ bis in die letzte Küche Italiens bekannt machte.

 

Eine Küche ist der einzige Schauplatz der vor 41 Jahren uraufgeführten Komödie „Mamma hat den besten Shit“. Hier treffen drei Generationen aufeinander. Schon mit dem Titel will Dario Fo provozieren. Denn Mamma - soviel sei verraten - hat vor allem einen hochproblematischen Sohn, und der hat offenbar ein massives Drogenproblem. Was tun? Die resolute Mutter und der nicht weniger zupackende Opa greifen zu einer uralten List...

„Mamma hat den besten Shit“ ist eine moralische Komödie, in der mit den Mitteln des großen Gelächters auf beste Weise Aufklärung betrieben wird. 1976 - 2017: Die Zeiten haben sich verändert. Aber der Stoff, aus dem die Menschen gemacht sind, ist der gleiche geblieben.

 

Dario Fo sagt anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises 1997 in Stockholm: 

„Die Macht, und zwar jede Macht, fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott. Sie sind Anzeichen für kritischen Sinn, Phantasie, Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus.“

 

 

Es spielten Judith Ahrens, Cobian Adjei-Freeman, Lennard Clément, Ben Heitmann, Paul Roth und Fridtjof Springer unter der Regie von Hans Happel und Philipp Roth.

Das Plakatbild stammt von Sushi Glocker.

 

Die Aufführungen waren am 2., 3. und 7. Oktober 2016 sowie am 14. Mai 2017 im Turm der St. Georgskirche Hamburg und am 20. Mai und 21. Mai 2017 im piccolo teatro in Bremerhaven.

 

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