Dario Fo

Seit den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts wird Darin Fo nicht nur in Italien als einer der großen europäischen Komiker gefeiert. Gemeinsam mit seiner 2013 verstorbenen Lebensgefährtin und künstlerischen Partnerin Franca Rame sprach er ein Millionenpublikum an. Das staatliche italienische Fernsehen hatte seine beißenden, staats- und kirchenkritischen Satiren 15 Jahre lang boykottiert, bevor es 1977 kapitulieren musste und Dario Fo und seine Mailänder Company „Piccolo Teatro“ bis in die letzte Küche Italiens bekannt machte.

Dario Fo war stets alles zugleich: Theaterautor, Regisseur, Bühnenbildner, Komponist, Erzähler, Satiriker und Schauspieler. Gemeinsam mit der Schauspielerin Franca Rame revitalisierte er in seinen sozialkritischen Komödien die traditionellen Methoden der Commedia dell'Arte. 1997 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er gehört zu den prominentesten Kritikern der Medienpolitik Silvio Berlusconis, dem er die „Beseitigung jeder kritischen Kultur“ vorwirft. Anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises sagte Dario Fo in Stockholm: „Die Macht, und zwar jede Macht, fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott. Sie sind Anzeichen für kritischen Sinn, Phantasie, Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus. Ich bin nicht mit der Idee zum Theater gegangen, Hamlet zu spielen, sondern mit der Absicht, ein Clown zu sein.“

In Deutschland zählen die satirischen Komödien „Bezahlt wird nicht“ und „Zufälliger Tod eines Anarchisten“ zu Dario Fos meist gespielten Stücken. 2011 erschien sein Monolog „Gott ist schwarz! - Die fantastische Geschichte der Evolution“. Er starb am 13. Oktober 2016 im Alter von 90 Jahren.

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