Über das Stück

„Wenn unser Theater es nicht fertig bringt, zur Erkenntnis der Vorgänge in der Welt vorzustoßen, wird es meines Erachtens zu billigem Psychologismus herabsinken“, warnte der amerikanische Schriftsteller Arthur Miller. In seinen bis heute unvergessenen Dramen „Tod eines Handlungsreisenden“ (1949) und „Hexenjagd“ (1953) legt er die verborgenen Mechanismen der Macht frei, die den Mann von der Straße, den Durchschnittsmenschen von heute, ebenso beherrschen wie schon die jungen Frauen der historischen Hexenverfolgung.

In „Ein Blick von der Brücke“ (1955) erzählt Arthur Miller die Geschichte des New Yorker Hafenarbeiters Eddie Carbone, der zwei italienische Verwandte bei sich aufnimmt. Sie sind vor der Armut in Sizilien geflüchtet, um in der reichen Neuen Welt ihr Glück zu machen und ihre zurückgelassenen Familien finanziell zu unterstützen. Als eine zarte Liebe zwischen einem der beiden und der Nichte des Gastgebers aufkeimt, entdeckt Eddie eine gefährliche Leidenschaft in sich, die mit mörderischer Gewalt den Schonraum seiner Familie zerstören wird.

„Ein Blick von der Brücke“ entwickelt ein hoch aktuelles Thema mit der inneren Notwendigkeit einer griechischen Tragödie. Ein Stück Sozialkritik, in Millers Worten: 'Eine geheiligte Geschichte' in Form einer wilden Hafenballade.

Nach der deutschsprachigen Erstaufführung 1956 durch die Hamburger Kammerspiele verschwand das Stück allmählich von den Spielplänen. Wir glauben, es ist aktueller denn je. Die Bagonghi Compagnie Hamburg zeigt „Ein Blick von der Brücke“ im Turm der St. Georgskirche - mitten im Zentrum der Hafen- und Handelsstadt Hamburg.

 

Es spielen Judith Ahrens, Henriette Sobik, Paul Roth, Ben Heitmann, Fridtjof Springer, Niklaas Vogel, Tim Ahrens und Cobian Adjei-Freeman unter der Regie von Hans Happel und Philipp Roth.

Das Plakatfoto stammt von Tom Linardatos.

 

Die Premiere findet am Sonntag, 13. Januar 2019 um 18 Uhr statt, weitere Vorstellungen sind am Samstag, 19. Januar 2019 um 20 Uhr und am Sonntag, 20. Januar 2019 um 18 Uhr im Turm der St. Georgskirche Hamburg.

 

Karten können hier reserviert werden.

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